Bonhams „La Vente Paris“

Vom 27. bis 30. Januar 2026 wird das Polo de Paris zum Schaufenster automobiler Hochkultur. Insgesamt 80 Fahrzeuge werden präsentiert, bevor am 30. Januar die Live-Auktion stattfindet. Zu den technisch bedeutendsten Losen zählt ein BMW M1 Coupé von 1981. Der Mittelmotor-Sportwagen entstand als Homologationsbasis für die geplante Group-5-Silhouette-Formel und kombiniert ein von Paul Bracq gezeichnetes, aerodynamisch effizientes GFK-Coupé mit einem 3,5-Liter-Reihensechszylinder mit Vierventiltechnik.

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Interclassic Maastricht 2026

Die niederländische Klassikermesse unterscheidet sich von vielen europäischen Oldtimer-Messen. Statt reiner Marktorientierung oder spektakulärer Auktionen steht hier oft die technische und ästhetische Entwicklung des Automobils im Mittelpunkt. In diesem Jahr rückten japanische Sport- und Rennwagen in den Fokus, die weltweit Maßstäbe gesetzt haben. Gezeigt wurde eine Auswahl von Fahrzeugen, die exemplarisch für den japanischen Ansatz stehen, technologische Innovation konsequent in Serien- und Rennfahrzeuge zu übertragen.

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1978 Ghia Ford Action Turin

Ghia Action Konzeptstudie (1978)

Der radikale Keil zählt zu den spektakulärsten Konzeptfahrzeugen der 1970er-Jahre. Die 1978 auf dem Turiner Autosalon präsentierte Studie vereinte eine kompromisslose Form, Renntechnik aus der Formel 1 und radikale Aerodynamik zu einem der mutigsten Entwürfe der Automobilgeschichte. Entworfen von Filippo Sapino und erstmals 1978 auf dem Turiner Autosalon vorgestellt, verkörperte die Studie die extreme Keilform wie kaum ein anderes Fahrzeug ihrer Zeit.

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OSCA MT4 Berlinetta Vignale (1952)

Das Vignale-Coupé ist ein faszinierendes Beispiel italienischer Rennwagenbaukunst der frühen 1950er-Jahre und vereint innovative Technik, exklusives Design und Motorsportgeschichte. Die blaue Berlinetta mit der Chassisnummer 1120 steht für den technischen Anspruch und die ingenieurorientierte Philosophie der Maserati-Brüder, die 1947, nachdem sie 1937 die nach Ihnen benannte Sportwagenmanufaktur an den Modeneser Industriellen Adolfo Orsi verkauften, mit OSCA eine weitere eigene Sportwagenmarke gründeten. Ziel war es, leichte und hochdrehende Rennfahrzeuge zu entwickeln, die in kleineren Hubraumklassen konkurrenzfähig waren. 

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Unimog U 4023 Showcar

Mercedes-Benz Unimog U 4023 Showcar

Der Unimog feiert im kommenden Jahr seinen 80. Geburtstag – und Mercedes-Benz Special Trucks nutzt das Jubiläum, um den legendären Alleskönner in eine neue Richtung zu denken. Gemeinsam mit dem Umbaupartner Hellgeth Engineering entstand ein Showcar, das den Unimog im Luxussegment positioniert, ohne seine technischen Kernkompetenzen infrage zu stellen. Grundlage des Fahrzeugs ist der hochgeländegängige Unimog U 4023, bekannt für Portalachsen, verwindungsfähigen Leiterrahmen sowie zuschaltbaren Allradantrieb mit Längs- und Differenzialsperren an beiden Achsen.

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Encor Series 1

Encor Series 1: Carbon-Remaster des Lotus Esprit

Fünf Jahrzehnte nach dem Debüt des Lotus Esprit auf dem Pariser Salon 1975 präsentiert Encor den Series 1 – ein vollständig neu aufgebautes Remaster, das den legendären Keil in das 21. Jahrhundert überführt. Die Briten verfolgen dabei eine Philosophie der „respektvollen Verfeinerung“: Jede technische und gestalterische Entscheidung soll die Essenz des Originals bewahren, gleichzeitig aber Präzision, Materialqualität und Leistungsfähigkeit moderner Hochleistungssportwagen bieten. 

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1960-Chevrolet-Corvette-Cunningham-Le-Mans

Chevrolet Corvette „Cunningham Le Mans #2“ (1960)

Zora Arkus-Duntov gilt als Vater der Hochleistungs-Corvette und als Ingenieur, der die technische Identität des amerikanischen Sportwagens entscheidend prägte. Seine Entwicklungen und seine kompromisslose Orientierung auf Performance machten die Corvette zu einem globalen Herausforderer im Motorsport und auf der Straße. Arkus-Duntov, 1909 in Belgien geboren und in Europa technisch geprägt, wurde zur entscheidenden Figur für die technische Entwicklung der Chevrolet Corvette. Als er 1953 das Konzept des ersten US-Sportwagens sah, erkannte er das Potenzial, sah aber auch die Schwachstellen. Seine Mission: Aus der Corvette ein ernstzunehmendes Hochleistungsfahrzeug zu formen. Schon früh forderte er leistungsstärkere Motoren, bessere Fahrwerkstechnik und aerodynamische Optimierungen.  

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Iconic Cars SP40 Restomod Speedster

Iconic Auto Sports: Art-Déco-Restomod

Mit dem SP40 Restomod Speedster präsentiert Iconic Auto Sports eine Hommage an den 1934er Ford Model 40 Special Speedster, – einem Unikat, das einst Edsel Bryant Ford gehörte –, und das die historische Linienführung mit moderne rIngenieurskunst verbindet. Die vollständig aus Carbon gefertigte Karosserie greift das Profil des Originals auf, reduziert durch das moderne Verbundmaterial jedoch Gewicht und erhöht zugleich die strukturelle Festigkeit. Jedes Karosserieteil entsteht in Handarbeit, was den Manufakturcharakter des Fahrzeugs prägt. 

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Jeep Recon Moab

Jeep Recon „Moab“: Ein elektrifizierter Abenteurer

Das neue SUV der Marke verbindet klassische Jeep-DNA mit moderner Elektro-Technologie. Entwickelt auf einer eigenständigen Elektro-Architektur, liefert das Modell 650 PS (478 kW) und 840 Nm Drehmoment, das sofort verfügbar ist und den Sprint auf 100 km/h in etwa 3,6 Sekunden ermöglicht. Der serienmäßige elektrische Allradantrieb wird von zwei Stellantis-Elektroantriebseinheiten getragen, die jeweils 250 kW leisten und Elektromotor, Getriebe sowie Leistungselektronik in kompakten EDM-Modulen vereinen. 

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Lamborghini Jarama GT

Lamborghini Jarama GT – Letzter Frontmotor-GT aus Sant’Agata Bolognese

Der Jarama GT, produziert zwischen 1970 und 1976,  gilt als Schlusspunkt einer Ära. Entwickelt als Nachfolger des Islero, übernahm der Jarama dessen mechanische Basis, wurde aber technisch wie optisch umfassend modernisiert. Unter seiner flachen, von Marcello Gandini bei Bertone entworfenen Karosserie arbeitete ein 3,9-Liter-V12-Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen pro Zylinderreihe. Sechs Weber-Doppelvergaser vom Typ 40 DCOE versorgten das Triebwerk, das im Jarama GT 350 PS leistete und eine Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h ermöglichte.

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Auto e Moto d’Epoca 2025 Tecno PA 123 1973

Auto e Moto d’Epoca Bologna 2005

Die 42. Ausgabe der Messe fand vom 23. bis 26. Oktober 2025 in der „Bologna Fiere“ statt. Auf mehr als 235.000 m² Ausstellungsfläche in 14 Pavillons präsentierten über 5.000 Fahrzeuge eine beeindruckende Bandbreite automobilen Kulturgutes. Der Schwerpunkt lag auf der Sonderausstellung „75:1 – 75 Years, One Seat“, die den gewaltigen Innovationsschub von Rennwagen-Monoposti vom Beginn der Formel 1-Weltmeisterschaft bis heute dokumentierte. Vertieft wurde der Blick auf historische Konstruktionen wie die Ferrari 500 F2 von 1952, mit der Alberto Ascari zwei Weltmeistertitel gewann, sowie die Mercedes‑Benz W196R von 1954/55, eingesetzt von Juan Manuel Fangio. Auch der Ferrari F2007 mit der Raikkönen 2007 den WM-Titel errang, war zu sehen. 

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FIAT Abarth 1000 SP (1966)

Als 1958 der Ingenieur Mario Colucci von Alfa Romeo zu Abarth wechselte, traf er dort auf den charismatischen Unternehmer Carlo Abarth – eine Begegnung zweier gegensätzlicher, aber sich ergänzender Geister. Während Abarth den Porsche-ähnlichen Ansatz bevorzugte, mit einer Blechkarosserie und freitragendem Heckmotor, setzte Colucci auf den Gitterrohrrahmen und den zentralen Mittelmotor. Zwei technische Philosophien prallten aufeinander – doch aus dieser Spannung erwuchs Innovation.

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Mercedes-Benz 300 SL Le Mans 1952

Mercedes-Benz 300 SL: 1952 Triumph in Le Mans

Als Hermann Lang und Fritz Rieß am 15. Juni 1952 in Le Mans die Ziellinie überqueren, schreibt Mercedes-Benz Motorsportgeschichte. Nach dem Kriegsende war dies nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern ein technisches Statement. Der 300 SL, entwickelt speziell für die Saison 1952, zeigte, dass deutsche Ingenieurskunst wieder an die Weltspitze zurückgekehrt war. Der W 194 war ein kompromissloser Rennsportwagen, dessen Aluminium-Gitterrohrrahmen bei einem Gesamtgewicht von nur 50 Kilogramm eine herausragende Steifigkeit bot. Unter der langen Haube arbeitete ein 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit Dreifachvergaser, der aus dem Serienmotor des 300 abgeleitet und für den Rennbetrieb auf rund 175 PS bei 5200 U/min gebracht wurde. Die Topspeed lag – je nach Übersetzung – bei über 240 km/h. Entscheidend war die Kombination aus geringem Gewicht, hoher Zuverlässigkeit und ausgefeilter Aerodynamik.

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Golf I GTI (1976–1983)

Golf I GTI (1976–1983)

Der VW Golf GTI von 1976 markiert den Beginn einer automobilen Revolution. Kaum ein anderes Fahrzeug hat Sportlichkeit, Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit so perfekt vereint. Der GTI definierte das Segment der Kompaktsportler neu und setzte mit seiner Technik und seinem Konzept Maßstäbe, die bis heute nachwirken. Unter der schlichten Karosserie des Golf A1 mit dem Werkscode 17 verbirgt sich ein 1,6-Liter-Einspritzmotor, der von Audi übernommen wurde und 81 kW (110 PS) leistet. Mit nur 810 Kilogramm Leergewicht erreicht der GTI beeindruckende Fahrleistungen – über 180 km/h Spitze und ein Leistungsgewicht, das in dieser Klasse Maßstäbe setzt. 

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Porsche Carrera GT

Porsche Carrera GT (2000)

Als Porsche im September 2000 auf dem Pariser Autosalon den Carrera GT vorstellt, ahnt niemand, dass hier eine Ikone entsteht. Der V10-Motor stammt aus dem nie eingesetzten Le-Mans-Prototypen LMP 2000 – einem Techniklabor auf Rädern, dessen Triebwerk in den Carrera GT übertragen wurde. Das Aggregat, ursprünglich für den Langstreckeneinsatz konstruiert, wird überarbeitet und auf 5,7 Liter Hubraum vergrößert. Ergebnis: 450 kW (612 PS) bei 8.000 U/min, 590 Nm Drehmoment und ein Gewicht von nur 1.380 Kilogramm. Mit einer Beschleunigung von 3,9 Sekunden auf 100 km/h und einer Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h markiert der Carrera GT 2003 den technologischen Höhepunkt der analogen Supersportwagen-Ära.

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