
Am 23. Januar 2026 ist Peter Falk im Alter von 93 Jahren gestorben. Mehr als 30 Jahre lang prägte er als Ingenieur, Versuchsleiter und Rennleiter die Motorsportgeschichte von Porsche und beeinflusste zugleich die Serienentwicklung entscheidend. Falk wurde 1932 in Athen geboren, absolvierte eine Lehre als Autoschlosser und studierte anschließend Maschinenbau mit Schwerpunkt Kraftfahrzeugtechnik in Stuttgart. Bereits früh verband er theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung im Wettbewerb.

1959 begann Falk im Fahrversuch bei Porsche, wechselte später in die Vorentwicklung und Rennbetreuung und war 1965 als Co-Pilot beim ersten internationalen Rallye-Einsatz des Porsche 911 bei der Rallye Monte Carlo beteiligt. In den folgenden Jahren trieb er die technische Entwicklung legendärer Rennfahrzeuge voran, darunter der Porsche 904 sowie der 917 für Rundstrecken- und Bergrennen.

Von 1973 bis 1981 verantwortete Falk als Versuchsleiter die Serienentwicklung der Baureihen 911, 924 und 928 und prägte damit die technische DNA der Marke auch abseits des Motorsports. Als Rennleiter führte er in den 1980er-Jahren die Programme des Porsche 956 und 962 in der Gruppe C zu außergewöhnlichen Erfolgen: sieben Gesamtsiege bei den 24 Stunden von Le Mans, elf Weltmeistertitel sowie Gesamtsiege in Daytona und bei der Rallye Paris-Dakar 1984 und 1986.
Ende der 1980er-Jahre leitete Falk die Fahrwerkentwicklung und war maßgeblich an der Entwicklung des Porsche 911 der Generation 993 beteiligt. Seine Arbeitsweise war geprägt von technischer Präzision, strategischer Ruhe und starkem Teamgeist. Auch nach seinem Ruhestand blieb Falk Porsche als Zeitzeuge, Berater und engagierter Motorsport-Enthusiast eng verbunden. Er hinterlässt seine Frau Ruth und eine Tochter.

Fotos: Porsche/Text: Rainer Roßbach
