
Mit dem Concept zeigte der britische Leichtbauspezialist, wie sich die Idee des legendären Lotus Super Seven technisch zeitgemäß interpretieren ließ. Der Caterham AeroSeven Concept basierte auf dem bekannten CSR-Chassis und verstand sich als technologische Weiterentwicklung der traditionsreichen Seven-Baureihe. Ziel der Ingenieure war es gewesen, die kompromisslose Leichtbauphilosophie nach Colin Chapman mit einer modernen Formensprache und Hochleistungswerkstoffen zu kombinieren. Dabei blieb der Entwurf leicht, agil und wendig, erhielt jedoch ein deutlich eigenständiges Erscheinungsbild.
Die Karosserie präsentierte sich flach, pontonartig und betont puristisch. Anders als bei klassischen Caterham-Modellen überdeckten die Karosserieflächen die Räder vollständig. Ein ovaler, farblich akzentuierter Kühlerrahmen, flankiert von schmalen horizontalen LED-Leuchten, prägte die Front. Zwei markante Überrollbügel ragten über die Silhouette hinaus und unterstrichen den motorsportlichen Anspruch. Die grün-schwarz akzentuierte Lackierung verstärkte die technische Anmutung der klaren Grundform.
Antriebseitig entsprach der AeroSeven dem leistungsstärksten CSR-Modell seiner Zeit. Ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Ford-Duratec-Motor leistete 240 PS. In Verbindung mit dem geringen Fahrzeuggewicht resultierte daraus ein Leistungsgewicht von rund 2,5 Kilogramm pro PS. Der Sprint von null auf 100 km/h gelang dem Konzeptfahrzeug in weniger als vier Sekunden.
Besonders aufwendig fiel das Fahrwerk aus. Vorne kam eine von der Formel 1 inspirierte Pushrod-Aufhängung mit doppelten Querlenkern zum Einsatz, hinten arbeiteten Einzelradaufhängungen. Ergänzt wurde das Setup durch ein variables Traktionsverteilungssystem sowie eine Launch Control für maximale Beschleunigung. Ein von Bosch geliefertes Renn-ABS unterstützte die Bremsanlage mit innenbelüfteten Vierkolben-Scheibenbremsen an der Vorderachse und Einkolben-Sätteln hinten.
Auch der Innenraum orientierte sich konsequent am Formelsport. Ein zentral montiertes, hochauflösendes Display informierte über Drehzahl, Gangwahl, Geschwindigkeit sowie Traktions- und Bremseneinstellungen. Über das Karbonlenkrad ließen sich Fahrprogramme wie Road-Modus, Race-Modus oder ein Pit-Lane-Speed-Limiter aktivieren. Zusätzliche Bedienelemente dienten der Konfiguration des Caterham Engine Management Systems.
Der AeroSeven Concept demonstrierte damit eindrucksvoll, wie konsequent moderne Renntechnik in ein minimalistisches Leichtbaukonzept integriert werden konnte.

Fotos: Caterham/Text: Rainer Roßbach
