
Die Cabrio-Studie sollte das Offenfahren neu interpretieren. Im Mittelpunkt stand ein technisches und konzeptionelles Verständnis von Gleichberechtigung an Bord: Frischluft, Dynamik und Infotainment sollten auf allen vier Plätzen gleichermaßen erlebbar sein. Die Studie verband innovative Technik mit einem unkonventionellen Raum- und Karosseriekonzept. Der kompakte Round Box verfolgte einen ebenso pragmatischen wie ungewöhnlichen Ansatz. Ziel war es, das klassische Offenfahr-Erlebnis zu demokratisieren und nicht nur Fahrer und Beifahrer, sondern auch die Fondpassagiere gleichwertig in Geschwindigkeit, Wind und Kommunikation einzubinden.
Technisch setzte Nissan dabei auf einen aufgeladenen Benzin-Direkteinspritzer, der seine Leistung über ein stufenloses CVT-Getriebe an die Räder übertrug. Diese Kombination versprach eine ausgewogene Balance aus Effizienz, Laufruhe und spontaner Leistungsentfaltung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Sicherheit. Die Studie war mit Modulen aus dem Nissan Safety Shield-Konzept ausgestattet, darunter der Rundum-Monitor AVM sowie das Abstand-Kontrollsystem DCAS. Damit unterstrich Nissan den Anspruch, moderne Fahrerassistenzsysteme auch in emotional geprägten Fahrzeugkonzepten zu integrieren.
Im Innenraum rückten die Sitze in den Fokus. Während die Rücksitze bewusst Nähe und Kommunikation förderten, waren die Vordersitzlehnen klar voneinander getrennt, um den Dialog zwischen allen vier Insassen zu erleichtern. Das Interieur war geprägt von einer Kombination aus flachen und stark gerundeten Flächen, ein Gestaltungsmotiv, das sich vom Instrumententräger bis zum Lenkrad zog und der Studie ihren Namen gab.
Auch das Infotainment folgte dem Gemeinschaftsgedanken. Ein zentral platzierter Touchscreen sowie ein Zusatzdisplay im Instrumententräger ermöglichten allen Mitfahrern den Zugriff auf Navigation und Unterhaltung. Passagiere konnten aktiv Ziele recherchieren und Routen an den Fahrer übermitteln, während dieser sich auf das Verkehrsgeschehen konzentrierte.
Das Exterieur kombinierte eine offen gestaltete obere Karosseriezone mit einem robust wirkenden Unterbau. Die weit außen platzierten Räder maximierten den Innenraum und vermittelten Stabilität. Ein dreiteiliges, vollständig abnehmbares Dach sorgte für echtes Cabrio-Gefühl und ließ sich zusammengefaltet im Kofferraum verstauen. Ergänzt wurde das Erlebnis durch seitliche Glasfenster nahe der Fahrbahn, die den Blick auf den Asphalt freigaben und das Offenfahren zusätzlich intensivierten.



Fotos: Nissan/Text: Rainer Roßbach
