Spyker B6 Venator

Spyker B6 Venator Concept (2014)

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Spyker B6 Venator

Mit dem B6 Venator präsentierte die niederländische Sportwagenmanufaktur Spyker eine Studie, die das eigene Portfolio nach unten abrunden sollte. Format und Konzept orientieren sich am Segment eines Porsche Cayman, technisch basiert der Venator jedoch auf einer deutlich bodenständigeren, dafür erprobten Grundlage. Hintergrund ist der mutmaßliche Erwerb der Konkursmasse des deutschen Herstellers Artega, dessen Artega GT als technischer Ideengeber diente. Dieses Projekt entstand mit Unterstützung des Zulieferers Paragon und galt konstruktiv als solide und seriennah umgesetzt.

Angetrieben wird der Spyker B6 Venator voraussichtlich von einem 3,6-Liter-V6 aus dem Konzernbaukasten von Volkswagen. Das aus dem Passat R36 bekannte Aggregat leistet kolportierte 375 PS und soll mit einer Sechsgang-Automatik kombiniert sein. Spyker gibt ein Leergewicht von rund 1.400 Kilogramm an, was in Verbindung mit der Leistung ein sportwagentypisches Leistungsgewicht verspricht. Die Karosserie besteht aus Carbon, das Chassis aus Aluminium, das Dach ist vollständig verglast – eine Materialkombination, die auf Steifigkeit, geringes Gewicht und einen tiefen Schwerpunkt abzielt.

Spyker B6 Venator

Neben der Technik ist es vor allem das Design, mit dem sich der B6 Venator klar vom Wettbewerb absetzt. Anstelle aggressiver Kopien italienischer Supersportler setzt Spyker auf eigenständige Details wie verchromte Gitterstrukturen im Kühlergrill, gravierte Endrohre, hochglänzende Felgen und das markentypische Propeller-Logo. Im Innenraum dominieren Kippschalter, ein offen geführtes Chrom-Schaltgestänge, gebürstetes Aluminium sowie großzügig abgestepptes Leder. Die Gestaltung zitiert bewusst die Flugzeugästhetik der 1930er-Jahre und verleiht dem Venator einen dekadenten, handwerklich geprägten Charakter.

Der Spyker B6 Venator richtet sich damit weniger an den Mainstream als an Individualisten mit Sinn für Technik und Exklusivität. Der geplante Marktstart wurde für 2014 angekündigt, der Einstiegspreis sollte bei rund 100.000 Euro liegen.

Fotos: Spyker/Text: Rainer Roßbach