I.D.E.A. Era

I.D.E.A. Era (2009) 

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I.D.E.A. Era

Der kompromisslos puristische Roadster vereinte technische Klarheit, reduzierte Formensprache und klassische Sportwagenproportionen in einem eigenständigen Konzept. Das zweisitzige Konzeptfahrzeug markierte den ersten größeren öffentlichen Auftritt des italienischen Designstudios seit mehreren Jahren. Anlass war zugleich das 30-jährige Bestehen des Studios. Ziel des Projekts war es nicht, eine seriennahe Studie zu zeigen, sondern die gestalterische und technische Kompetenz des Hauses sichtbar zu machen.

Der offene Roadster war als reine Fahrmaschine konzipiert. Mit extrem niedriger Sitzposition, minimalem Windschutz und bewusst spartanischem Aufbau stellte der Era das Fahrerlebnis in den Mittelpunkt. Die Karosserie folgte einer rationalen Formensprache, die sich aus glatten Kurven, straffen Flächen und klar definierten Volumen entwickelte. Klassische Roadster-Zitate wie eine lange Motorhaube, abgesenkte Türbrüstungen und frei liegende Überrollbügel bestimmten den Auftritt.

I.D.E.A. Era

Technisch setzte der I.D.E.A. Era auf ein Stahlmonocoque, das mit Carbonfaser-Paneelen verkleidet war. Diese Bauweise kombinierte strukturelle Steifigkeit mit geringem Gewicht. Das Chassis war für die Aufnahme von Vier- oder Sechszylindermotoren mit einer Leistung von bis zu 300 PS ausgelegt. Die Kraftübertragung erfolgte über ein sequentielles Sechsgang-Getriebe. Alternativ war auch ein Hybridantrieb vorgesehen, der zusätzliche 100 PS beisteuern konnte.

Mit einer Höhe von lediglich 92 Zentimetern, einer Länge von 4,30 Metern und einer Breite von 1,84 Metern wirkte der Roadster extrem flach und gedrungen. 19-Zoll-Räder mit Reifen der Dimension 245/40 unterstrichen den sportlich-massiven Stand.

Der Innenraum folgte konsequent dem Prinzip der Reduktion. Die Insassen nahmen in sportlichen Schalensitzen Platz, geschützt durch Überrollbügel. Das Armaturenbrett bestand aus einem schmalen Metallband, getragen von einer sichtbar reduzierten Rohrrahmenkonstruktion aus gebürstetem Aluminium. Analoge Instrumente dominierten das Cockpit und unterstrichen den technischen Purismus des Konzepts.

Der I.D.E.A. Era zeigte sich 2009 als bewusst kompromissloses Konzeptfahrzeug, das klassische Roadster-Ideen mit moderner Leichtbautechnik und klarer Ingenieurslogik verband.

I.D.E.A. Era

Fotos: I.D.E.A./Text: Rainer Roßbach