
Die traditionsreiche Veranstaltung vereint historische Rennfahrzeuge unterschiedlichster Epochen mit bekannten Fahrern, umfangreichen Starterfeldern und einer außergewöhnlichen technischen Vielfalt und verwandelt den Nürburgring vom 7. bis 9. August erneut in ein rollendes Motorsportmuseum. Tourenwagen, GT-Fahrzeuge, historische Formel-Rennwagen, Vorkriegsrennwagen und klassische Motorräder bilden gemeinsam ein Programm, das die Entwicklung des Motorsports über mehrere Jahrzehnte dokumentiert.
Besonderes Interesse gilt den Tourenwagenfeldern. Im Super Touring Revival kehrt der Opel Vectra von Uwe Alzen aus der Saison 1998 im markanten Paulaner-Design auf die Strecke zurück. Uwe Alzen und Gerd Füller teilen sich das Fahrzeug und treten zusätzlich in der Tourenwagen Golden Ära an. Ebenfalls vertreten sind Sebastian und Roland Asch mit einem Ford Sierra RS500 aus dem Jahr 1990. Im Revival der Deutschen Rennsport-Meisterschaft stehen erneut leistungsstarke Fahrzeuge der Gruppe 5 im Mittelpunkt. Ford Capri Turbo, BMW 2002, Porsche 911/5 und Porsche 935 verdeutlichen die technische Entwicklung des Tourenwagensports und erinnern an eine Zeit, in der Leistung, Aerodynamik und Leichtbau eine neue Dimension erreichten.

Mit Schnitzer Classic erhält eines der erfolgreichsten deutschen Motorsportteams eine besondere Würdigung. Altfrid Heger, Kris Nissen, Leopold Prinz von Bayern, Herbert Schnitzer jun. und Uwe Alzen präsentieren Rennfahrzeuge aus unterschiedlichen Jahrzehnten der Teamgeschichte. Zu sehen sind unter anderem ein BMW 2002 Turbo, ein BMW 635 Gruppe A sowie ein BMW M3 GT2. Ergänzt wird dieses Kapitel deutscher Motorsportgeschichte durch das von BMW Classic unterstützte CLASS One Revival. Dort fährt Dirk Adorf den DTM-Meisterwagen von Bruno Spengler aus dem Jahr 2012 und schlägt damit die Brücke zwischen der Klasse-1-Generation und den späteren DTM-Fahrzeugen. Gleichzeitig erinnert die Präsentation an das 40-jährige Jubiläum des BMW M3.
Sportlich stark besetzt sind außerdem die Historic Championship ’65 und ’81, die gleichzeitig zur Deutschen Historischen Automobil-Meisterschaft zählen. Christian Danner startet gemeinsam mit Matthias Körber auf Alfa Romeo GTA und Alfa Romeo GT Am. Ergänzt werden die Felder durch einen Ferrari 330 GTO, einen Aston Martin DP214, Elva Mk7 und Mk8 sowie Klassiker wie AC Cobra, Jaguar E-Type und Lotus Elite. Damit entsteht ein technisch breit gefächertes Starterfeld historischer GT- und Tourenwagen.

Zu den Höhepunkten zählt traditionell das Abendrennen der zweisitzigen Sportwagen und GT-Fahrzeuge bis Baujahr 1965. Erwartet werden unter anderem ein Porsche 550 A Spyder, mehrere Porsche 904, zwei Lister Jaguar, darunter ein Exemplar mit seltener Costin-Karosserie, ein Aston Martin DB4 GT, zwei Bizzarrini sowie ein Iso Grifo. Hinzu kommen mehrere Lotus XI und ein außergewöhnlicher Lotus mit Ferrari-Zwölfzylindermotor aus dänischem Besitz, der bereits in dieser ungewöhnlichen Kombination eingesetzt wurde.
Auch die Geschichte der Formel-Rennwagen ist umfassend vertreten. Die Historic Grand Prix Cars Association bringt historische Front- und Heckmotorfahrzeuge an den Nürburgring. Mehrere Maserati 250F treffen auf legendäre Konstruktionen wie den BRM P261 von Graham Hill oder den Cooper T53 von Jack Brabham. Ergänzt wird das Programm durch die Formula Heritage mit Demonstrationsfahrten historischer Formel-Rennwagen der 1970er- bis 1990er-Jahre.
Abseits der Strecke bietet das historische Fahrerlager zahlreiche weitere Raritäten. Ein Bugatti Typ 32 „Tank“ und ein Bugatti Typ 59 stehen im Mittelpunkt der Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen des Bugatti-Club Deutschland. Hinzu kommen historische Motorräder der Initiative GrabTheFlag!, Vorträge von Helmut Dähne sowie zahlreiche Ausstellungen und Clubfahrzeuge im Grand-Prix-Fahrerlager und in der Mercedes-Arena. Damit verbindet der BELMOT Oldtimer-Grand-Prix technische Vielfalt, authentische Motorsportgeschichte und außergewöhnliche Fahrzeugkultur zu einem der bedeutendsten Klassik-Events Europas.

Fotos: BELMOT Oldtimer Grand Prix, Gruppe C (3), Foto-Team (1), Elfimages (1)/Text: Rainer Roßbach
