Zagato Zele EV

Zagato Zele 1000 EV (1972)

Veröffentlicht von
Zagato Zele EV

Der „Zele 1000“ war ein elektrisch angetriebenes Microcar des italienischen Designbüros Zagato. Vorgestellt wurde das Fahrzeug 1972 auf dem Genfer Automobilsalon als konsequent auf den Stadtverkehr zugeschnittenes Null-Emissions-Konzept. Der Produktionsstart erfolgte 1974, zeitlich passend zur Ölkrise, was dem Zele zusätzliche Relevanz verschaffte. Die Modellbezeichnung „1000“ bezog sich auf die Leistung des Elektromotors in Watt; ergänzend wurden Varianten mit 1500 und 2000 Watt angeboten. 

Zagato Zele EV

Die kantige Karosserie bestand vollständig aus glasfaserverstärktem Kunststoff und war auf maximale Funktionalität bei minimalen Abmessungen ausgelegt. Technisch griff Zagato auf bewährte Großserientechnik zurück: Fahrwerkskomponenten stammten vom Fiat 124, weitere Elemente vom Fiat 500. Die Energieversorgung erfolgte über konventionelle Batterien, die eine auf den urbanen Einsatz begrenzte Reichweite ermöglichten. Mit seiner reduzierten Konstruktion, dem niedrigen Gewicht und der klaren Ausrichtung auf emissionsfreien Stadtverkehr war der Zele seiner Zeit voraus. Heute gilt der Zagato Zele als früher Beleg dafür, dass Elektromobilität bereits Jahrzehnte vor ihrem aktuellen Durchbruch gedacht und umgesetzt wurde. 500 Exemplare wurden gebaut

Fotos: Petersen Automotive Museum, petersen.org/Text: Rainer Roßbach