
Im Foyer des Kölner Museums an der Rechtsschule steht er wie ein Statement für Ingenieurskunst und hervorragendes Design: der Mercedes-Benz 300 SL. Mit seinen charakteristischen Flügeltüren, der leichten Gitterrohrrahmen-Konstruktion und der damals revolutionären Benzineinspritzung verkörpert er den technischen Aufbruch der Nachkriegszeit. Hier setzt das Museum programmatisch an: Es verbindet Design nicht als bloße Ästhetik, sondern als funktionale Disziplin, die Technik, Material und Form in Einklang bringt.
Das Gebäude selbst ist ein Schlüsselwerk der deutschen Nachkriegsmoderne. Klare Linien, reduzierte Formen und eine offene Raumstruktur definieren die Architektur, die Transparenz und Orientierung schafft. Große Fensterflächen lassen Tageslicht tief in die Ausstellungsräume eindringen und betonen die Präsentation der Exponate. Diese Architektur folgt keinem dekorativen Ansatz, sondern einer funktionalen Logik – ein Prinzip, das sich auch in den ausgestellten Objekten widerspiegelt.

Im Fokus stehen unter anderem technische Designs des 20. und 21. Jahrhunderts: von industriell gefertigten Alltagsgegenständen bis hin zu komplexen Mobilitätslösungen. Materialien wie Aluminium, Stahl und Kunststoff werden nicht nur als Werkstoffe, sondern als Gestaltungselemente verstanden. Serienprodukte zeigen, wie Ingenieure und Designer gemeinsam Lösungen entwickelten, die Effizienz, Ergonomie und Produktionsoptimierung vereinen.
m Fokus stehen insbesondere technische Designs des 20. und 21. Jahrhunderts: von industriell gefertigten Alltagsgegenständen bis hin zu komplexen Mobilitätslösungen. Neben Staubsaugern, Möbeln, Haushaltsgegenständen und Schreibmaschinen wird besonders die Sammlung von Unterhaltungselektronik zum technischen Leitmotiv der Ausstellung. Radios, Plattenspieler und frühe Fernsehgeräte dokumentieren die Entwicklung von Bedienlogik, Miniaturisierung und Materialeinsatz. Hier zeigt sich, wie Ingenieure und Designer gemeinsam Benutzerfreundlichkeit, Serienfertigung und technische Innovation in Einklang brachten. Materialien wie Aluminium, Stahl und Kunststoff werden nicht nur als Werkstoffe, sondern als Gestaltungselemente verstanden.
Das Museum für Angewandte Kunst Köln präsentiert Design als interdisziplinären Prozess, bei dem technische Innovation und gestalterische Präzision untrennbar verbunden sind. Für den automobilen Blick wird deutlich: Fortschritt entsteht dort, wo Form der Funktion folgt – und wo Technik zur sichtbaren Idee wird.












MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln
An der Rechtschule
50667 Köln
Telefon +49(0)221.221-238 60
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makk.de
Fotos/Text: Rainer Roßbach
