
Der radikale Keil zählt zu den spektakulärsten Konzeptfahrzeugen der 1970er-Jahre. Die 1978 auf dem Turiner Autosalon präsentierte Studie vereinte eine kompromisslose Form, Renntechnik aus der Formel 1 und radikale Aerodynamik zu einem der mutigsten Entwürfe der Automobilgeschichte. Entworfen von Filippo Sapino und erstmals 1978 auf dem Turiner Autosalon vorgestellt, verkörperte die Studie die extreme Keilform wie kaum ein anderes Fahrzeug ihrer Zeit.
Die flache, scharf geschnittene Silhouette wirkte aggressiv, futuristisch und konsequent auf Aerodynamik ausgelegt. Charakteristisch waren die extrem niedrige Front, die klaren Linien und die vollständig verkleideten Hinterräder, ein damals radikaler Ansatz zur Reduzierung des Luftwiderstands.

Im Heck arbeitete ein DFV-V8-Motor aus der Formel 1, ein Aggregat, das ursprünglich für den professionellen Rennsport entwickelt wurde. Dieser Motor stand sinnbildlich für die enge Verbindung von Hochleistungsengineering und Designvision. Anders als viele Showcars blieb der Action nicht bei reiner Formensprache stehen, sondern demonstrierte reale Performance-Ambitionen. Die Kombination aus Mittelmotor-Layout, kompakter Bauweise und konsequenter Aerodynamik unterstrich den Anspruch, technische Machbarkeit und Zukunftsdenken zu verbinden.
Besonders die komplett geschlossenen Hinterräder verliehen dem Fahrzeug ein skulpturales Erscheinungsbild. Der Ghia Action verstand sich nicht als Vorbote eines Serienmodells, sondern als rollendes Manifest für neue Denkansätze im Automobildesign. Der Ghia Action war eine Vision zukünftiger Automobilgestaltung. Obwohl er natürlich nie in Serie ging, entfaltete er seinen Einfluss.

Fotos: Ghia, Ford, ChatGPT/Text: Rainer Roßbach
