Ronnie Fieg kith bmw

BMW 3.0 CSi und M6 in Inka Orange

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Ronnie Fieg kith bmw

Der amerikanische Fashion-Designer Ronnie Fieg verbindet zum 15. Jubiläum seiner Marke „Kith“ zwei BMW-Klassiker, die genau 15 Jahre auseinanderliegen: einen BMW 3.0 CSi E9 von 1972 und einen BMW M6 E24 von 1987. Beide Coupés werden umfassend restauriert, in der historischen BMW-Farbe Inka Orange lackiert und mit karamellfarbenem Leder ausgestattet. Das Projekt bildet den automobilen Mittelpunkt der vierten Zusammenarbeit von Kith und BMW und stellt zwei BMW-GT-Generationen technisch unmittelbar gegenüber. 

Der 1972er BMW 3.0 CSi besitzt die engste historische Verbindung zur Lackfarbe. Fieg lässt das Fahrzeug vollständig zerlegen und die Karosserie bis auf das blanke Metall zurückbauen. Nach einer KTL-Behandlung erhält der E9 seinen neuen Lack in Inka Orange. Originalkomponenten aus dem BMW-Archiv werden wieder eingesetzt. Dazu gehören der M30-Reihensechszylinder, das Getriebe, die Hinterachse, die Fahrwerkskomponenten und die Bremsanlage. Die technische Basis bleibt damit eng an der ursprünglichen Konstruktion orientiert. Auch der Innenraum wird restauriert. Karamellfarbenes Leder prägt die Sitze und trägt das Kith-Monogramm als Prägung. Aufbereitete Instrumente und Holzelemente bewahren den Charakter des E9. Orange und Leder setzen dabei einen deutlichen Akzent, ohne die historische Anmutung aufzugeben. 

Ronnie Fieg kith bmw

Der BMW M6 E24 von 1987 steht für die nächste Generation großer BMW-Coupés. Nach dem Produktionsende des E9 im Jahr 1975 folgt die 6er-Reihe. Fieg stellt deshalb den M6 unmittelbar neben den 3.0 CSi. Auch der E24 wird bis auf das blanke Metall zerlegt und auf einem Drehgestell vollständig neu aufgebaut. Angetrieben wird er weiterhin vom S38-Reihensechszylinder, der mit einem Getrag-Fünfgang-Schaltgetriebe verbunden ist. Differential, Fahrwerk und Bremsen werden ebenfalls überarbeitet. Die originalen BBS-Leichtmetallräder im Style 5 gehören ebenfalls zur technischen Basis des Fahrzeugs. Optisch verbindet beide BMW die gleiche Farb- und Materialwelt. Der M6 erhält ebenfalls Inka Orange und einen Innenraum mit karamellfarbenem Leder und eingeprägtem Kith-Monogramm. Dennoch wirkt die Farbe auf dem E24 anders als auf dem E9. Die längere Front, die klare Gürtellinie und der tief ausgeformte Frontspoiler betonen die kantigere Formensprache der 1980er-Jahre. 

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Inka Orange wurde von BMW 1971 eingeführt und zunächst auf der 02er-Reihe verwendet. Die auffällige Farbe war für eine hohe Sichtbarkeit bei schlechten Wetterbedingungen gedacht und wurde bald mit sportlichen BMW der frühen 1970er-Jahre verbunden. Auf dem E9 wirkt sie zeittypisch, während sie dem späteren M6 einen bewussten, wenn auch unhistorischen Kontrast verleiht, da die Farbe bei dieser Baureihe nie angeboten wurde. 

Fotos: Kith/Text: Rainer Roßbach