Museum für angewandte Kunst Köln

Museum für Angewandte Kunst Köln

Im Foyer des Kölner Museums an der Rechtsschule steht er wie ein Statement für Ingenieurskunst und hervorragendes Design: der Mercedes-Benz 300 SL. Mit seinen charakteristischen Flügeltüren, der leichten Gitterrohrrahmen-Konstruktion und der damals revolutionären Benzineinspritzung verkörpert er den technischen Aufbruch der Nachkriegszeit. Hier setzt das Museum programmatisch an: Es verbindet Design nicht als bloße Ästhetik, sondern als funktionale Disziplin, die Technik, Material und Form in Einklang bringt.

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Porsche/Jeremy Cliff

Summer of Love

Der „Summer of Love“ 1967 in San Francisco war nicht nur ein gesellschaftliches Experiment, sondern auch eine Bühne für technische und gestalterische Experimente an Fahrzeugen. Künstler und Musiker der Gegenkultur verwandelten Automobile in mobile Leinwände, die mit neuen Drucktechniken, Farben und Mustern zu Manifesten einer Epoche wurden. Als sich 1967 im kalifornischen San Francisco die Hippie-Bewegung formierte, war die Gegenkultur längst mehr als nur Musik und Protest gegen den Vietnamkrieg. Der „Summer of Love“ markierte den Moment, in dem Kunst, Politik und Technik in einer bislang unbekannten Intensität verschmolzen.

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David Hockney

David Hockney und die Straße

David Hockney, weithin gefeiert für seine lebendigen Farblandschaften, Swimming-Pools und Porträts, hat auch eine subtile, aber faszinierende Begeisterung für automobile und straßenbasierte Motive gepflegt. In der Retrospektive „David Hockney 25“ in der Fondation Louis Vuitton in Paris begegneten Besucher mehr als 400 Arbeiten aus sieben Jahrzehnten, thematisch streng durchkomponiert, mit persönlicher Beteiligung des Künstlers selbst. Obwohl Fahrzeuge und Straßen nicht im Zentrum stehen, eröffnen Hockneys gelegentliche Bezüge auf automobile Elemente spannende Perspektiven. Hinweise auf Straßenführungen, kurvige Landschaften entlang von Highways oder subtil angedeutete Fahrzeugformen manifestieren sich als gestalterisches Mittel – weniger als Motive, mehr als visuelle Metaphern für Bewegung, Fortschritt und Perspektive. Diese Annäherungen spiegeln Hockneys tiefes Verständnis für Raum, Licht und Komposition wider – unabhängig vom Sujet.

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Peter Buggenhout

Peter Buggenhout

Das Vorgefundene, das Zyklische und die Zeitlichkeit der Dinge sind die Themen des Künstlers, der 1963 in Dendermonde in Belgien geboren wurde und in Gent lebt und arbeitet. Seine Werkgruppen, die aus gebrauchten Folien, Planen, Textilgewebe, Zeitungen, Altmetallschrott, Holzfragmente oder organische Substanzen bestehen, können im Extrem auch auf einen gebrauchten LKW-Trailer als Struktur zurückgreifen. Seine variantenreichen Gestaltungen unterstreichen die Bedeutung der Gleichwertigkeit und Gleichzeitigkeit ihrer Elemente

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Mr Brainwash Petersen

Cars Are Beautiful: Mr Brainwash @ The Petersen

Der in Frankreich geborene und in Los Angeles lebende Künstler Thierry Guetta, bekannt als „Mr. Brainwash“, ist seit fast zwei Jahrzehnten in der Street Art- und zeitgenössischen Kunstszene aktiv. Sein Pop-Art-Stil umfasst Graffiti, Druckgrafik, Malerei und Skulptur. Seine erste Einzelausstellung „Life is Beautiful“, die 2008 in Hollywood eröffnet wurde, war ein großer Erfolg. Der von Banksy inszenierte Dokumentarfilm Exit Through the Gift Shop (2010) über Guettas Aufstieg als Künstler wurde für einen Oscar nominiert. Seine Kunst ist humorvoll – manchmal auch satirisch – und vermittelt ein Gefühl von Verspieltheit und Überraschung.

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Jean Tinguely

Jean Tinguely in Mailand

Die Stiftung „Pirelli HangarBicocca“ in der Via Chiese in Mailand zeigt in Zusammenarbeit mit dem Museum Tinguely in Basel eine umfassende Retrospektive des 1991 verstorbenen Schweizer Künstlers. 40 Werke, die zwischen den 1950er und 1990er Jahren entstanden sind, füllen die 5.000 Quadratmeter des Ausstellungs-Bereichs der Stiftung und reichen von seinen kinetischen Skulpturen bis zu seinen monumentalen Maschinen. Die Ausstellung läuft vom 10. Oktober 2024 bis zum 2. Februar 2025 in Mailand.

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„Superheroes“ NRW-Forum

„Superheroes“ im NRW-Forum in Düsseldorf

Superhelden müssen beweglich sein: den Eingangsbereich der Ausstellung im NRW-Forum dominiert das Batmobile aus Tim Burtons Film von 1989. Das tiefschwarze, raketenbefeuerte Gefährt ist eins der ikonischsten Fahrzeug der Comic-Historie. Ähnlich dystopisch wie beim Fledermaus-Mann entwickelt sich die Story des japanischen Manga „Akira“, dessen Hauptfiguren auf Motorrädern ihre Konflikte in einem gewaltdominierten Tokio austragen. Aber das ist nur ein Nebenaspekt der Ausstellung, die auf 1200 Quadratmetern dem gesamten popkulturellen Universum der Superhelden und deren Widersachern breiten Raum gibt.

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Art Cologne 2023

Auf der Kölner Kunstmesse mit dem breiten Spektrum waren Arbeiten ins große Ganze eingestreut, die das Unterwegssein, das Fahren, die Mechanik und Bewegung zelebrierten. Für die eher raren Arbeiten mit Bezügen zum Weltgefühl des 20. Jahrhunderts steht exemplarisch die Collage von Christo und Jeanne Claude, die ihr Konzept der „Wrapped Trees“ auf der Pariser Champs Elysées in eine nostalgischen Straßenszene aus den 1960er Jahren einbetten.

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Alles auf einmal: Die Postmoderne (1967 – 1992)

In der Bonner Bundeskunsthalle setzt die spektakuläre Ausstellung, die bis zum 28. Januar 2024 läuft, den Beginn unserer Gegenwart auf das Jahr 1967: Die Moderne, die mit gleichen Häusern, Möbeln und Rechten für alle alles sortieren zu können glaubte, wurde verabschiedet, es entstand eine neue, bizarre, exzentrische Welt. Architekten erklärten den Vergnügungspark zur idealen Stadt, Designer befreiten sich vom guten Geschmack, an die Stelle der Systemkämpfe trat der Kampf um Selbstverwirklichung. Neue Medien synchronisierten den Globus, Bilder wurden zur Bühne, auf der um Stil und Anerkennung gerungen wurde. Die Ausstellung erzählt vom Beginn der Informationsgesellschaft, von der Entfesselung der Finanzmärkte,

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Art Cologne 2022

Seit der Kölner Galerist Rudolf Zwirner die Kunstmesse 1967 ins Leben rief, sind 55 Jahre vergangen. Mit seinem Konzept wollte er die Kunst demokratisieren und einem breiten Publikum öffnen. Rund 190 nationale wie internationale Galerien und Händler zeigten vom 16. bis zum 20. November 2022 die ganze Breite von aktueller Kunst bis zur klassischen Moderne. Auch wenn es nicht ein zentrales Thema der Kunst ist, waren doch ästhetische Deutungen von Bewegung, Dynamik, Mechanik und letztlich des Automobils selbst in vielen Spielarten zu sehen.

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Andy Warhols „Cars“ im Petersen Museum (Los Angeles)

„Andy Warhol: Cars – Works from the Mercedes-Benz Art Collection“ sind zum ersten Mal seit über 30 Jahren in Nordamerika zu sehen – die Ausstellung wurde jetzt im Petersen Automotive Museum in Los Angeles, CA, eröffnet. Das Museum zeigt vom 27. Juli 2022 bis zum 22. Januar 2023 einen seltenen und exklusiven Blick auf die Beziehung zwischen der „Cars“-Kunstserie und den Fahrzeugen, die sie abbildet. In der Armand Hammer Foundation Gallery im ersten Stock des Museums sind fünf der acht Mercedes-Benz Fahrzeuge, die Warhol in seinem letzten Auftrag in den Siebdruck umsetzte. Alle vierzig Originale der Serie sind Leihgaben der Mercedes-Benz Art Collection.

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Ford MA

Ford MA (2002)

Speziell für eine Ausstellung im Museum of Contemporary Art in Los Angeles im Jahr 2003 zu Ehren des ehemaligen Ford-Chefgestalters J. Mays, der mit Ford Thunderbird, Forty-Nine und dem GT 40-Konzept dem Ford-Design entscheidende Impulse gegeben, entwickelt dieser die Studie MA. Inspiriert von ostasisatischer Philosophie bedeutet MA „der Raum dazwischen“ und steht für eine Art Übergang, in dem sich eigentlich gegensätzliche Konzepte in ein neues und vorteilhaftes Verhältnis begeben.

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BMW M1 „Andy Warhol“ (1979)

Die Idee zum ersten BMW Art Car hat der französische Auktionator und Rennfahrer Hervé Poulain. Der US-Amerikaner Alexander Calder ist der erste Künstler, der für die 24 Stunden von Le Mans 1975 einen BMW gestaltet. Mit diesem 3.0 CSL etabliert sich eine Tradition. Der vierte Künstler, der Hand an einen Renn-BMW legt, ist der amerikanische Pop-Artist Andy Warhol. Sein Art Car ist besonders, weil Warhol es mit der Hand bemalt und damit ein unwiederholbares Unikat schafft. Für den New Yorker ist die direkte Auseinandersetzung mit dem Sportwagen wichtig, schließlich gründet seine Karriere darauf, Suppendosen aus dem Supermarkt-Regal zu malen. Industriell gefertigte Produkte sind ihm eine wichtige Inspiration, und die Auseinandersetzung damit hat ihn zu einem der einflussreichsten Künstler seiner Generation gemacht.

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