
Der Citroën BX GTi ist eine der typischen Sportlimousinen der 1980er-Jahre. Im Juli 1986 ergänzte er im Zuge der Modellpflege die BX-Baureihe und löste den BX 19 GT sowie den BX Sport ab. Der BX GTi kombinierte sportliche Fahrleistungen mit geringem Gewicht, hoher Alltagstauglichkeit und der hydropneumatischen Federung der Marke. Damit setzte er einen ganz speziellen Akzent im Wettbewerb.
Die Grundlage für den Erfolg des BX entstand bereits einige Jahre zuvor. Citroën ließ das Modell vom italienischen Karosseriebauer Bertone unter der Leitung von Marcello Gandini entwerfen. Nach seiner Präsentation 1982 entwickelte sich der BX zu einem der erfolgreichsten Modelle der Marke. Bis 1994 entstanden mehr als 2,3 Millionen Exemplare. Mit der Modellpflege 1986 erhielt die Baureihe eine überarbeitete Karosserie. Der BX GTi bekam breitere Kotflügel, stärker umlaufende Stoßfänger in Wagenfarbe, weiße Blinker und eine verzinkte Karosserie zum verbesserten Korrosionsschutz. Heckspoiler, Nebelscheinwerfer, spezielle Radkappen und Reifen unterstrichen seinen sportlichen Anspruch.
Technisch setzte der Citroën BX GTi auf einen Vierzylinder mit 1,9 Litern Hubraum, acht Ventilen und elektronischer Kraftstoffeinspritzung. Der Motor leistete 92 kW beziehungsweise 125 PS und entwickelte 175 Nm bei 4.500 U/min. In Verbindung mit einem Leergewicht von lediglich 1.025 Kilogramm ergab sich ein Leistungsgewicht von 8,2 Kilogramm pro PS. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei fast 200 km/h. Damit bot der BX GTi für seine Zeit bemerkenswerte Fahrleistungen, ohne seine Rolle als praktische Familienlimousine aufzugeben.

Ein wesentliches technisches Merkmal blieb die hydropneumatische Federung. Citroën stimmte sie für den GTi straffer ab, um die höhere Dynamik zu unterstützen. Gleichzeitig blieb der charakteristische Federungskomfort erhalten. Vier Scheibenbremsen und Servolenkung gehörten zur technischen Ausstattung; ABS war optional erhältlich. So verband der BX GTi präzise Fahreigenschaften mit einem für Citroën typischen hohen Komfortniveau.
Bereits 1988 folgte mit dem Citroën BX GTi 16V das technische Spitzenmodell der Baureihe. Sein neuer 1,9-Liter-Motor XU9J4 verfügte über vier Ventile pro Zylinder und leistete 118 kW beziehungsweise 160 PS bei 6.500 U/min. Die Höchstgeschwindigkeit stieg auf 218 km/h, den Sprint von 0 auf 100 km/h absolvierte der 16V in 7,9 Sekunden. ABS gehörte nun zur Serienausstattung. Damit zählte der BX GTi 16V zu den ersten französischen Serienfahrzeugen mit Mehrventilmotor.
1989 ergänzte Citroën das Programm um den BX GTi 4×4. Sein permanenter Allradantrieb verteilte das Drehmoment im Verhältnis 53:47 auf Vorder- und Hinterachse. Ein elektrisch steuerbares Mitteldifferenzial konnte gesperrt werden. Zusammen mit dem Sperrdifferenzial an der Hinterachse verbesserte das System die Traktion auf schwierigem Untergrund.
Bis zum Produktionsende wurde der BX GTi weiterentwickelt. Ab 1990 war die Baureihe für bleifreies Superbenzin ausgelegt; die Leistung sank auf 90 kW beziehungsweise 123 PS. 1991 wurden unter anderem Leichtmetallräder und das Sportlenkrad der 16V-Version serienmäßig. Servolenkung und eine verbesserte Geräuschdämmung ergänzten die Ausstattung. 1992 folgten serienmäßige Klimaanlage, schwarze Polster und ein 66-Liter-Kraftstofftank. Im Juli 1993 endete die Geschichte des BX GTi mit der Einführung des Katalysators in der gesamten Baureihe.
Fotos: Citroën, Stellantis/Text: Rainer Roßbach
