Miller Golden Submarine

Miller „Golden Submarine“ (1917)

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Miller Golden Submarine

Am 8. April 1916 stirbt der Rennfahrer Bob Burman bei einem Straßenrennen im kalifornischen Corona, weil sich sein Auto überschlägt. Den tragischen Tod des Freundes nehmen Fred Offenhauser und Harry A. Miller zum Anlass, einen geschlossenen Wagen zu entwickeln, der dem Fahrer besseren Schutz bieten soll. Sie konstruieren erstmals eine Art Überroll-Käfig, der mit Aluminium beplankt wird. Die Karosserie mit den kleinen Sehschlitzen kommt in den Windkanal, wird entsprechend den gewonnene Erkenntnissen optimiert und erhält mittels Bronzestaub und Lack ihre typische Farbe.

Die Maschine des „Golden Submarine“ ist gleichfalls fortschrittlich. Der 4,7-Liter-Vierzylinder besteht aus einer Aluminiumlegierung, hat eine obenliegende Nockenwelle und die Ventile werden desmodromisch betätigt. Jeder Zylinder hat zwei Einlassöffnungen und Doppelzündung. Damit läuft der Miller 160 Stundenkilometer. Zum ersten Mal tritt das goldfarbene Renncoupé auf dem Chicago Board Speedway in Maywood an und fällt wegen Motorproblemen aus. Als diese ausgeräumt sind, gewinnt der „Golden Submarine“ 20 Rennen. 1919 qualifiziert sich der Wagen für Indianapolis, kommt aber wegen einer defekten Maschine nicht ins Ziel.

Fotos/Text: Rainer Rossbach