
Vom 29. Januar bis 1. Februar 2026 etablierte sich der Ultimate Supercar Garage erstmals an der Porte de Versailles als eigenständiger Supersportwagen-Salon. Die Veranstaltung reagierte auf das wachsende Bedürfnis, hochwertige Sportwagen nicht mehr ausschließlich digital, sondern wieder real und unmittelbar erleben zu können – ein deutliches Signal dafür, dass die rein digitale Präsentation von Automobilen an ihre Grenzen gestoßen ist. Mit über 63.000 Besuchern gelang der erfolgreiche Markteintritt in einem hochkompetitiven Umfeld.

Das Konzept setzte bewusst auf einen klaren Fokus auf moderne Ingenieurskunst statt auf historische Nostalgie. Die großzügige und überwiegend hochwertige Inszenierung präsentierte die Fahrzeuge als technische Gesamtkunstwerke und unterstrich ihren Anspruch als zeitgenössische Ikonen automobiler Innovation.

Technisch dominierend präsentierte sich Bugatti mit fünf Veyron-Varianten sowie dem F.K.P. Hommage-Projekt auf Chiron-Basis. Der bekannte 8,0-Liter-W16 mit 1.600 PS unterstrich eindrucksvoll die mechanische Ausnahmestellung der Marke, auch wenn lediglich ein nicht gekennzeichnetes Mock-up gezeigt wurde. Pagani überzeugte mit echter Substanz: Huayra Roadster, Huayra R Evo, Utopia Roadster und Zonda HP Barchetta zeigten unterschiedliche Entwicklungsstufen kompromissloser Leichtbau- und V12-Konzepte.


Besonders konsequent interpretierte Lamborghini moderne Antriebstechnik mit der Fenomeno. Der 6,5-Liter-V12 mit 835 PS wird von drei Elektromotoren unterstützt, was eine Systemleistung von 1.080 PS ermöglicht. Basis ist die Revuelto-Architektur, weiterentwickelt für maximale Performance. Bentley zeigte mit dem auf 16 Fahrzeuge limitierten Batur Convertible einen deutlich leiseren, aber ebenso exklusiven Gegenpol.

Auch Händler und Manufakturen setzten technische Kontraste. Praga Bohemia, Eccentricas Lamborghini Countach Restomod oder der klassisch wirkende Nichols 1A erinnerten an analoge Hochleistungsphilosophien ohne elektronische Filter, während McLaren Senna als aerodynamisch kompromissloses Tracktool perfekt ins moderne Umfeld passte. Kleinserien etwa von Bertone demonstrierten, wie klassische Plattformen mit moderner Fertigungstechnik neu interpretiert werden.
Insgesamt zeigte die Ultimate Supercar Garage 2026 beste Voraussetzungen, um sich dauerhaft als feste Größe der Pariser Car Week zu etablieren.

Fotos/Text: Rainer Roßbach
