Bugatti Mistral „Fly Bug“

Bugatti Mistral „Fly Bug“

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Bugatti Mistral „Fly Bug“

Der Bugatti W16 Mistral „Fly Bug“ erweitert die exklusive Sur-Mesure-Reihe um ein weiteres, technisch wie gestalterisch hochkomplexes Einzelstück. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit zwischen einem langjährigen Sammler und dem Designteam um Frank Heyl und führt eine vierteilige Kollektion fort, zu der bereits der Veyron Grand Sport Vitesse „Hellbug“, der Chiron „Hellbee“ und der Divo „Lady Bug“ zählen. Gemeinsames Leitmotiv ist die Inspiration durch filigrane Strukturen der Natur.

Im Zentrum der Entwicklung stand ein neu interpretiertes grafisches Konzept. Für den „Fly Bug“ entwarf das CMF-Team (Color, Materials, Finish) ein progressives Ellipsenmuster, das sich über die gesamte Karosserie zieht und sich zum Heck hin verdichtet. Die Umsetzung erforderte höchste Präzision in der Oberflächenbearbeitung sowie eine exakte Abstimmung mit aerodynamischen und konstruktiven Anforderungen, insbesondere im Bereich der Lufteinlässe.

Bugatti Mistral „Fly Bug“

Technisch anspruchsvoll ist auch die neu entwickelte Lackierung „Dragonfly Blue“. Diese changiert abhängig von Licht und Blickwinkel zwischen Blau- und Türkistönen und basiert auf komplexen Mehrschichtsystemen, die speziell für dieses Fahrzeug abgestimmt wurden. Eine Besonderheit stellt die identische farbliche Umsetzung auf unterschiedlichen Materialien dar – etwa zwischen Karosserieelementen und Felgen, die unterschiedliche Lackträger und Beschichtungsverfahren erfordern.

Im Innenraum setzt sich die technische Raffinesse fort. Ein neu entwickeltes Verbundmaterial kombiniert Leder mit Alcantara in einer mehrlagigen Struktur. Durch eine spezielle Verarbeitung entsteht eine dreidimensionale Oberfläche, die das Exterieurmotiv präzise aufnimmt. Erstmals wurde ein durchgängiges grafisches Muster über Türverkleidung und Armlehne hinweg realisiert, was erhebliche Anforderungen an Materialflexibilität und Montagepräzision stellte.

Bugatti Mistral „Fly Bug“

Eine weitere ingenieurtechnische Herausforderung war die Integration des Bugatti-Macarons in die Seitenstruktur. Das Emblem wurde erstmals direkt in ein grafisches Karosseriemuster eingebettet, ohne seine Proportionen oder Details zu verändern. Ergänzt wird das Interieur durch den „Dancing Elephant“ im Schalthebel – eine Reminiszenz an Rembrandt Bugatti und zugleich ein Verweis auf die Naturverbundenheit des Besitzers.

Die Fertigung des Einzelstücks nahm mehrere Monate in Anspruch und verlangte eine enge Verzahnung von Design, Materialentwicklung und Produktion. Der W16 Mistral „Fly Bug“ steht damit exemplarisch für die technische und handwerkliche Kompetenz der Individualisierungsabteilung und markiert den Abschluss einer außergewöhnlichen Sammlerreihe.

Fotos: Bugatti/Text: Rainer Roßbach

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