Amble One Elektro-Buggy

Amble One Elektro-Buggy

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Amble One Elektro-Buggy

Sichtbare Technik, geringes Gewicht, modulare Konstruktion und ein klar funktionaler Aufbau prägen das Elektrofahrzeug, das gezielt für kurze Distanzen und langsamere Mobilität entwickelt wurde. Es positioniert sich zwischen klassischem Beach-Buggy, Golfcart und kompaktem Elektroauto und verfolgt einen konsequent funktionalen Ansatz, bei dem geringes Gewicht, einfache Technik und modulare Nutzung im Mittelpunkt stehen.

Das technische Konzept orientiert sich an einer offenen Fahrzeugarchitektur. Der Amble One verzichtet weitgehend auf verkleidete Karosseriestrukturen und zeigt stattdessen seine elektrische Plattform. Das Fahrzeug besitzt einen flachen Fahrzeugboden auf dem sämtliche funktionalen Komponenten aufgebaut ist. Die Konstruktion erinnert in ihrer Gestaltung mit der offenen Rahmenstruktur, der flachen Frontscheibe, dem Stoffverdeck und der breiten Spur an den NASA-Mondrover, bei dem Technik bewusst sichtbar war.

Amble One Elektro-Buggy

Auch im Innenraum folgt der Buggy diesem reduzierten Konzept. Aluminium, Leder, Baumwolle und portugiesischer Kork prägen die Materialauswahl. Orangefarbene Schraubverbindungen kennzeichnen Bauteile, die sich leicht demontieren oder austauschen lassen. Die quer verlaufende Instrumententrägerstange besitzt den Durchmesser eines Motorradlenkers und ermöglicht die Montage handelsüblicher Fahrrad- und Motorradzubehörteile. Das mit Kork bezogene Lenkrad ergänzt den funktionalen Innenraum um ein charakteristisches Material mit regionalem Bezug.

Technisch erfüllt der Amble One die Voraussetzungen für den öffentlichen Straßenverkehr sowohl in Europa als auch in den USA. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt rund 64 km/h. Die Reichweite liegt bei mehr als 96 Kilometern. Geladen wird an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose innerhalb von etwa fünf Stunden.

Amble One Elektro-Buggy

Ein wesentlicher Bestandteil des Fahrzeugkonzepts ist das niedrige Gesamtgewicht von weniger als 450 Kilogramm. Damit erfüllt der Buggy die Anforderungen der europäischen Fahrzeugklasse L7e für schwere vierrädrige Kraftfahrzeuge. Diese Gewichtsvorgabe beeinflusst sowohl die Konstruktion als auch die Materialwahl und trägt maßgeblich zur offenen Bauweise des Fahrzeugs bei.

Neben der Personenversion entwickelt Amble modulare Nutzungsmöglichkeiten für leichte Transportaufgaben. Die Rücksitze lassen sich umklappen und schaffen eine ebene Ladefläche. Zusätzlich sind ein wetterfestes Canvas-Verdeck sowie eine abschließbare Frontbox als Alternative zum offenen Gepäckkorb geplant. Dadurch erweitert sich das Einsatzspektrum auf Servicefahrzeuge innerhalb von Resorts, Universitätsgeländen oder kleinen Gemeinden.

Parallel arbeitet Amble bereits an einer zweiten Fahrzeugplattform. Diese soll sich stärker an einem klassischen Kleinwagen orientieren und unter anderem mit abnehmbaren Türen, festem Dach und niedrigerer Dachlinie ausgestattet werden. 

Fotos: Amble/Text: Rainer Roßbach