
Die Aston Martin AMB 002 Roadster ist das erste straßenzugelassene Motorrad aus der Zusammenarbeit von Aston Martin und Brough Superior. Mit 130 PS, 110 Nm Drehmoment, einem 1083 cm³ großen V2-Motor und einem nur fünf Kilogramm schweren Titanrahmen setzt der auf 300 Exemplare limitierte Roadster konsequent auf Leichtbau und technische Präzision.
Aston Martin und Brough Superior erweitern ihre gemeinsame Motorradfamilie um ein für die Straße konzipiertes Modell. Nach der AMB 001 und der AMB 001 Pro, die ausschließlich für den Einsatz auf der Rennstrecke entwickelt wurden, ist die AMB 002 Roadster das erste straßenzugelassene Motorrad der Kooperation. Die Entwicklung erfolgte vollständig neu und ohne die Übernahme bestehender Komponenten. Gefertigt und montiert wird die Maschine bei Brough Superior im französischen Toulouse.
Für den Antrieb sorgt ein komplett neu entwickelter, wassergekühlter V2-Viertaktmotor mit 1083 cm³ Hubraum. Er entwickelt 130 PS und ein maximales Drehmoment von 110 Nm. Die Motorabstimmung konzentriert sich auf ein kräftiges Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich. Gleichzeitig soll die gleichmäßige Leistungsentfaltung im oberen Drehzahlbereich für eine direkte und kontrollierbare Charakteristik sorgen. Die Motorgehäuse werden aus massivem Material CNC-gefräst und auf geringes Gewicht sowie hohe strukturelle Effizienz ausgelegt.

Ein technisches Highlight der Aston Martin AMB 002 Roadster ist der Titanrahmen. Der zentrale Rahmenrücken entsteht aus einem massiven Titanblock und bildet die strukturelle Basis der für Brough Superior typischen Backbone-Konstruktion. Mit einem Gewicht von lediglich fünf Kilogramm ist der Rahmen besonders leicht. Zusammen mit der übrigen Konstruktion ermöglicht er eine angestrebte Gewichtsverteilung von 50:50.
Auch bei der Karosserie steht Leichtbau im Mittelpunkt. Tank und Verkleidungselemente bestehen aus Kohlefaser. Dadurch wird der Schwerpunkt niedrig gehalten und die Masse zentralisiert. Das Gesamtgewicht der AMB 002 beträgt lediglich 190 Kilogramm. Der vergleichsweise leichte Aufbau trifft auf den drehmomentstarken V2-Motor und soll so Agilität und kraftvollen Durchzug miteinander verbinden.
Bei der Vorderradaufhängung setzt Brough Superior auf die charakteristische Fior Fork. Die Doppelquerlenker-Konstruktion wurde aus dem System der AMB 001 Pro weiterentwickelt. Anders als bei einer konventionellen Teleskopgabel werden Lenk- und Bremskräfte voneinander getrennt. Dadurch soll die Kontrolle über die Vorderradgeometrie verbessert werden. Gleichzeitig verspricht die Konstruktion hohe Lenkpräzision und Agilität. Ihre Anti-Dive-Eigenschaften sollen zudem beim Bremsen für zusätzliche Stabilität sorgen, insbesondere bei Bremsmanövern in Schräglage.

Das Design stammt maßgeblich aus dem Aston Martin Design Studio. Präzise geformte Kohlefaserflächen, kompakte Proportionen und eine nach vorn orientierte Linienführung prägen den Roadster. Halbmondförmige Öffnungen in den Seitenverkleidungen unterstützen die Motorkühlung und die Luftführung. Der charakteristische Aston-Martin-Seitenschweller wurde für das Motorrad neu interpretiert und bis zum Scheinwerfer geführt.
Weitere Anleihen aus dem Automobilprogramm finden sich an den ovalen Auspuffendrohren. Ihre gerippten Kühlkörper erinnern an die Gestaltung von Vanquish, DB12 S und DBX S. Die hinteren Lichtleisten greifen wiederum Elemente der Modelle Vulcan, Valkyrie und Valhalla auf. Schlüssellose Funktion, ein beleuchteter Startknopf und handgefertigte Sitzpolster aus Leder ergänzen die technische Konstruktion um typische Aston-Martin-Details.
Die Fertigung der Aston Martin AMB 002 Roadster bleibt exklusiv. Insgesamt entstehen lediglich 300 individuell gefertigte Motorräder. Erste Bestellungen werden bereits entgegengenommen, die Auslieferungen sollen im dritten Quartal 2027 beginnen. Mit ihrem 130 PS starken V2, dem fünf Kilogramm leichten Titanrahmen, 190 Kilogramm Gesamtgewicht und der speziellen Fior Fork bringt die AMB 002 die technische Philosophie von Aston Martin und Brough Superior erstmals auf die öffentliche Straße.

Fotos: Aston Martin/Text: Rainer Roßbach
