
Mit einer Sonderschau rückt das Porsche Museum eine außergewöhnliche technische Expedition in den Mittelpunkt. Bis zum 28. Juni 2026 zeigt die Ausstellung die beiden speziell entwickelten Porsche 911 Carrera 4S der Baureihe 992, die den Höhenweltrekord am chilenischen Vulkan Ojos del Salado ermöglichten. Die Fahrzeuge „Doris“ und „Edith“ stehen dabei nicht für klassische Motorsportwerte wie Höchstgeschwindigkeit oder Rundenzeiten, sondern für maximale Leistungsfähigkeit unter extremen Bedingungen.

Die Ausstellung platziert beide Fahrzeuge bewusst am höchsten Punkt des Museumsrundgangs. Ergänzt wird die Präsentation durch Höhenprofile, Expeditionsdaten sowie großformatige Grafiken, die den Verlauf der Rekordfahrt dokumentieren. Im Fokus stehen die technischen Herausforderungen in großer Höhe: Sauerstoffmangel, Temperaturen von bis zu minus 20 Grad, starke Windlasten und Steigungen von bis zu 40 Prozent verlangten Fahrzeug und Team alles ab.


Besondere Aufmerksamkeit gilt den technischen Modifikationen. Projektleiter Jens Kayser verweist auf die konsequente Gewichtsreduzierung der finalen Ausbaustufe „Edith“. Rund 360 Kilogramm wurden eingespart, um Traktion, Fahrbarkeit und Belastbarkeit unter Extrembedingungen zu verbessern. Gleichzeitig setzte Porsche bei der Rekordfahrt auf synthetische eFuels. Damit verbindet das Projekt maximale technische Belastbarkeit mit alternativen Kraftstoffkonzepten.

Fotos: Porsche/Text: Rainer Roßbach
