
Die Studie zur Zukunft der Münchener Hochleistungsmodelle vereint die neue Designsprache der Marke mit einer speziell entwickelten Elektroantriebstechnologie und zeigt, wie sich klassische M-Werte wie Dynamik, Präzision und Rennstreckentauglichkeit in das vollelektrische Zeitalter übertragen lassen. Kraftvolle Proportionen, weit ausgestellte Radhäuser und eine markante Schulterpartie verleihen dem Fahrzeug eine unverwechselbare Präsenz. Zahlreiche M-spezifische Maßnahmen dienen dabei der Aerodynamik.
Dazu zählen neu interpretierte M-Aero-Außenspiegel, ein markanter Luftauslass in der V-förmigen Fronthaube sowie ein ausgeprägter Frontsplitter. Die nach vorne geneigte Front und die neue Lichtsignatur mit Tiefeneffekt prägen das Gesicht der Studie. Charakteristisch sind die erstmals eingesetzten M Yellow Lights, die künftig zum Erkennungsmerkmal neuer BMW-M-Modelle werden sollen.

Die Frontschürze unterstützt die aerodynamische Wirkung des Frontsplitters. Zusätzliche Akzente setzen die neuen dreidimensionalen Track Lights, die sowohl an der Front als auch am Heck oberhalb des freischwebenden Diffusors zum Einsatz kommen. Ergänzt wird das Heck durch einen markanten Ducktail-Spoiler, der den Abtrieb an der Hinterachse erhöht und die aerodynamische Effizienz verbessert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz innovativer Materialien. Im Exterieur und Interieur verwendet BMW M Naturfaser-Komponenten, unter anderem am Frontsplitter, im Luftauslass der Fronthaube und im Diffusor. Darüber hinaus erscheint die Naturfaser erstmals in veredelter Form innerhalb der Dachgrafik inklusive M-Branding. Die eigens entwickelte Lackierung Monza Red metallic sowie rot-blau codierte Zentralverschlussräder betonen die Verbindung zum Motorsport.

Im Innenraum setzt BMW M auf ein konsequent fahrerorientiertes Konzept. Vier neu entwickelte Schalensitze mit integrierten Strukturelementen aus Naturfaser-Verbundwerkstoffen sorgen für hohen Halt. Die zweifarbige Merino-Lederausstattung in Bathurst Blue und Berry Red greift die traditionellen BMW-M-Farben auf. Ergänzt wird das Ambiente durch rote Fünf-Punkt-Gurte. Erstmals verwendet BMW M zudem schwarzes Nubukleder für Lenkrad, Türverkleidungen und Überrollbügel. Das freischwebende Dashboard mit schwarzem Strickmaterial wird von einem M-spezifischen hexagonalen Lichtmuster hinterleuchtet. Rote Akzente an Gangwahlschalter, Schaltwippen und digitalen Anzeigen rücken die sportliche Ausrichtung in den Fokus.
Technisch markiert das BMW M Concept Neue Klasse einen bedeutenden Entwicklungsschritt. Herzstück ist das neue BMW M eDrive-System auf Basis der Gen6-Technologie der Neuen Klasse. Vier Elektromotoren arbeiten mit der zentralen Steuerungssoftware BMW M Dynamic Performance Control zusammen, die im Hochleistungsrechner „Heart of Joy“ integriert ist. Durch die radindividuelle Steuerung von Antrieb und Bremsanlage sollen Traktion, Fahrstabilität und Agilität auf ein neues Niveau gehoben werden. Gleichzeitig ermöglicht das System hohe Rekuperationsleistungen sowie ein besonders direktes Ansprechverhalten.

Die Antriebstechnologie wird durch eine 800-Volt-Architektur und eine Hochvoltbatterie mit mehr als 100 kWh Energiegehalt ergänzt. Eine speziell für BMW M optimierte Variante der Gen6-Rundzellen soll sowohl bei der Leistungsabgabe als auch beim Laden besonders hohe Werte ermöglichen. Das Batteriegehäuse ist als tragendes Strukturbauteil fest mit Vorder- und Hinterachse verbunden und trägt damit zusätzlich zur Steifigkeit und Fahrdynamik des Fahrzeugs bei.
Mit dem BMW M Concept Neue Klasse zeigt die Marke, wie sie ihre motorsportliche Herkunft mit den Anforderungen moderner Elektromobilität verbindet. Die Studie liefert damit einen konkreten Ausblick auf kommende vollelektrische BMW-M-Modelle und deren technologische Ausrichtung.

Fotos BMW M/Text: Rainer Roßbach
