Alfa Romeo Cuorerosso

Alfa Romeo Cuorerosso

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Alfa Romeo Cuorerosso

Alfa Romeo präsentiert auf dem Pariser Autosalon vom 12. bis 18. Oktober 2026 das Konzeptfahrzeug Cuorerosso. Der Name bedeutet „Rotes Herz“ und beschreibt die gestalterische Leitidee der Studie. Sie soll weder ein konkretes Serienmodell vorwegnehmen noch ausschließlich als Designübung dienen. Vielmehr formuliert Alfa Romeo damit eine Vision für die künftige Gestaltung seiner Fahrzeuge und die Integration elektrifizierter Antriebe.

Im Mittelpunkt steht die Verbindung aus italienischer Designtradition, Sportlichkeit und technischer Funktion. Das Konzept folgt der Philosophie „Bellezza Necessaria“, der Schönheit des Notwendigen. Überflüssige Elemente sollen entfallen, während jede Komponente eine klar definierte Aufgabe übernimmt. Das Centro Stile Alfa Romeo entwickelte die Karosserie zunächst als monolithische Skulptur. Erst im weiteren Prozess kamen Räder, Verglasung, Lichtsignaturen und weitere Details hinzu. Fließende Oberflächen und prägnante Volumen sollen bereits im Stand Dynamik vermitteln.

Die Plattform des Cuorerosso ist auf unterschiedliche Fahrzeugsegmente und Antriebstechnologien ausgelegt. Bei einer Karosserielänge von bis zu 4,70 Metern hält Alfa Romeo auch leistungsorientierte Varianten mit dem traditionellen Namenszusatz Quadrifoglio für denkbar. Als mögliche Antriebslösungen nennt der Hersteller vollelektrische Systeme sowie Plug-in-Hybrid-, Mild-Hybrid- und Vollhybridkonzepte. Als konkretes Beispiel skizziert Alfa Romeo einen 2,9-Liter-V6 mit Vollhybridtechnik, Q4-Allradantrieb, Automatikgetriebe und einer Kardanwelle aus Kohlefaser. Eine Serienentscheidung oder verbindliche Leistungsdaten nennt die Marke nicht.

Alfa Romeo Cuorerosso

Auch Fahrwerk und Bremsanlage unterstreichen den sportlichen Anspruch. Das Konzept verfügt über ein Luftfahrwerk und eine Keramikbremsanlage von Brembo. Geschmiedete Leichtmetallräder greifen mit ihrer an Telefonwählscheiben erinnernden Gestaltung historische Formmotive auf. Öffnungen und dreieckige Vertiefungen reduzieren das Gewicht und sollen zugleich die aerodynamische Effizienz verbessern. Quadrifoglio-Signets stellen die Verbindung zur Rennsportgeschichte der Marke her.

Im Cockpit setzt Alfa Romeo auf eine reduzierte Bedienlogik und digitale Funktionen. Das zentrale Instrumentensystem Cannocchiale Vivente interpretiert die Teleskopinstrumente klassischer Modelle neu. Die Modi Immersivo und Concentrato bieten entweder zwei getrennte Anzeigeelemente oder eine zusammengefasste Darstellung. Grundlage ist das STLA SmartCockpit von Stellantis. Das Fahrdynamikprogramm umfasst die Einstellungen CRUISE, SPORT und QUADRIFOGLIO. Mit zunehmender sportlicher Ausrichtung reduziert sich die Informationsdarstellung auf das Wesentliche.

Eine elektronische Steer-by-Wire-Lenkung eröffnet neue Möglichkeiten für die Gestaltung des Dreispeichenlenkrads. Ergänzend kombiniert das Magma-Display auf dem Mitteltunnel physische Bedienelemente mit einem digitalen Touchscreen. Die Armaturentafel ist vom Alfa Romeo 33 Stradale inspiriert. Vier konturierte Einzelsitze bieten Platz für bis zu vier Personen.

Alfa Romeo Cuorerosso

Die Karosserie trägt den Farbton Liquid Ink Red. Eine feine Aluminiumbasis und eine transparente Farbschicht erzeugen optische Tiefe und wechselnde Reflexionen. Im Innenraum verbindet Alfa Romeo Nubukleder, Metalloberflächen, recycelte Kohlefaser und ein Leder mit 60 Prozent Abfällen aus der industriellen Verarbeitung hochwertiger Polsterleder. Ein leichter Monofilamentstoff aus dem Segelsport verweist auf die Partnerschaft mit dem italienischen America’s-Cup-Team Luna Rossa.

Mit Cuorerosso skizziert Alfa Romeo eine Zukunft, in der unterschiedliche Antriebstechnologien mit einer eigenständigen Designsprache und sportlicher Fahrorientierung vereinbar sein sollen. Wie viele der gezeigten Lösungen in künftige Serienmodelle einfließen, bleibt offen. Das Konzept macht jedoch deutlich, dass die Marke Digitalisierung und Elektrifizierung nicht als Selbstzweck, sondern als Bestandteile eines emotional geprägten Fahrerlebnisses versteht.

Fotos: Alfa Romeo, Stellantis/Text: Rainer Roßbach