
Jason Castriotas Coachbuilt-Supercar wurde als Einzelstück in Zusammenarbeit mit Miller Motorcars entwickelt und erstmals im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Unternehmens präsentiert. Der Name JC9 verweist auf das neunte eigenständige Automobildesign in der Karriere des Designers. Technische Basis des Fahrzeugs ist der Porsche Carrera GT. Der originale 5,7-Liter-V10-Saugmotor und das manuelle Sechsganggetriebe bleiben unverändert erhalten. Über der bekannten Technik entstand eine vollständig neue Karosserie aus Carbonfaser.
Das Design des Jason Castriota JC9 orientiert sich an den Sportprototypen des Langstreckensports aus den 1960er-, 1970er- und 1980er-Jahren. Charakteristisch sind die flache Silhouette, ausgeprägte Radhäuser, große seitliche Lufteinlässe und ein markanter Heckflügel. Wenig originell ist Lackierung in Hellblau mit einem orangefarbenen Mittelstreifen, die die klassischen Gulf-Motorsport-Farben zitiert.
An der Front kommen vertikal angeordnete LED-Leuchten zum Einsatz. Die langgezogene Frontpartie, das tropfenförmige Cockpit und das stark verjüngte Heck prägen die aerodynamische Form des Fahrzeugs. Durch den umfassenden Einsatz von Carbonfaser bleibt das Gewicht gering.

Auch der Innenraum wurde individuell gestaltet. Zur Ausstattung gehören Schalensitze mit blauem Alcantara-Bezug, karierte Stoffeinsätze, sichtbare Carbonfaser-Oberflächen und zahlreiche Leichtbau-Elemente. Das Cockpit verbindet Motorsport-Anleihen mit handwerklicher Individualisierung.
Die Weltpremiere des JC9 fand im Rahmen des Legends Events von Miller Motorcars statt. Dort wurde das Fahrzeug gemeinsam mit weiteren Arbeiten von Jason Castriota ausgestellt. Zu den bekanntesten Projekten des Designers zählen der Ferrari P4/5, der Ferrari 599 GTB Fiorano, der Maserati GranTurismo, der Maserati Birdcage 75th, der SSC Tuatara, der Ford Mustang Mach-E sowie der Bertone Mantide.
Mit dem JC9 entsteht ein Einzelstück, das die Technik des Porsche Carrera GT mit einer neu entwickelten Carbonfaser-Karosserie und einer von historischen Le-Mans-Prototypen inspirierten Designsprache verbindet.


Fotos: Miller Motorcars, @millermotorcars/Text: Rainer Roßbach
